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Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet

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Willkommen im Internetportal »Sagenhaftes Ruhrgebiet«, ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 mit Sitz in Hattingen an der Ruhr. Initiator dieses Projekts ist das Institut für Erzählforschung im Ruhrgebiet unter der Leitung von Dipl.Theol. Dirk Sondermann in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für freie Informationssysteme. Dieses Projekt wird von der Stadt Hattingen gefördert.

Wir danken unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter Herrn Harri Petras aus Hattingen, der bei der kritischen Durchsicht unserer Seiten geholfen hat.

Aktuelles

    • Datum: Donnerstag, 29. September 2016
    • Erzähler: Dirk Sondermann
    • Ort: Ratingen, Grütstr. 3-7
    • Thema: Bergische Sagen und Märchen im Ratinger Tragödchen
    • Zeit: 20.00 Uhr
    • Eintritt: 10 €


  • Warum sollen wir uns heute noch mit Sagen befassen?

Sagen sind ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes. Die Auseinandersetzung mit Sagen fördert die Identifizierung mit dem lokalen Raum. Andres gesagt: Sagen dienen dazu heimatliche Identität auszuprägen und können zum aktiven Engagement im Gemeinwesen und in der Gesellschaft ermutigen. Mit realen Orten verbundene Sagen können diese Orte aufwerten. Sie dienen der Lokalisierung von Landschaft und Erinnerung und gehören somit auch zum landschaftlichen Kulturerbe. Folgerichtig wurden auch Sagen im Jahre 2003 formulierten UNESCO Abkommen zum Schutz des immateriellen Kulturguts aufgenommen.

Das menschliche Bedürfnis nach einer heiligen Stätte von der Wunder ausgehen oder der übernatürliche Phänomene nachgesagt werden, kann in die Umgebung ausstrahlen und –wenn nicht eine sakrale- so doch geheimnisvolle Landschaft erzeugen, in der Immaterielles an die Zeugnisse des materiellen Kulturerbes gebunden ist. An dem materiellen Zeugnis, z.B. der Burg Blankenstein in Hattingen, macht sich lokalisierte Erinnerung in der Landschaft fest. Und nichts anderes als lokalisierte Erinnerung ist die Sage. So gesehen können Sagen das narrative, das erzählerische Kulturerbe von Landschaften abbilden. Sie sind Bestandteil des immateriellen Kulturerbes und zugleich Ausdruck einer individuellen Weltsicht (nach Helmut Fischer, s. Literaturverzeichnis).

Sagenerzählen spielt sich heute weitgehend auf dem weiten Feld des Tourismus ab. Sagen sind also nicht nur Faktoren des regionalen Bezuges, sondern sie spielen auch eine Rolle bei der Präsentation der Regionen. Fremdenverkehr ist heute einer der ganz wenigen Bereiche mit steigenden Umsätzen - und die Sagenwelt zum touristischen Thema zu machen, ist eine sichere Investition. Hattingen – die Drei-Burgenstadt. Diese uralten Gemäuer laden nicht nur zu Ausflügen vor der eigenen Haustür ein, sondern sind auch ausdrucksstarke Zeugen mittelalterlicher Geschichte und den damit verwobenen Sagen der Region. Sagen leben in Nischen des Irrationalen, des Volkstümlichen und des Atmosphärischen, was jenseits bloßer historischer Daten und Fakten verborgen liegt. Am Grenzpfad zwischen Wahrheit und Phantasie, Historie und idealisierter Projektion wird Geschichte durch Sagen sinnlich fühlbar gemacht.

Ganze Regionen wie der Mittelrhein nutzen schon lokale Sagen für ihr Stadtmarketing, z.B. durch kreative Merchandisingideen. Auch in der westfälischen Stadt Raesfeld existiert seit drei Jahren ein Kunst- und Sagenpfad, der gerne genutzt wird. Konkrete Planungsvorschläge:

1. Sagenpfad mit Hinweistafeln, der vom Ruhrradweg aus in die historische Altstadt Hattingens weist (Kirchturm St.Georg-Kirche, Horkenstein)

2. Drei-Burgen Pfad in Hattingen(Isenurg, Burg Blankenstein, Haus Kemnade)

3. Nibelungenpfad auf dem Isenberg in Hattingen(nach Konekis, Kanis, Lodemann). Das Symbol des Drachenkampfes auf dem Hattingens Stadtwappen (St.Georg) könnte um eine Facette erweitert werden.

4. Sagenhaftes Wandern Hattingen, Burg Blankenstein – sagenumwoben und Isenberg Hattingen – sagenumwoben

5. Der Horkenstein gilt nun als einer von nur zwei Menhiren in ganz NRW. Prof. Schlosser wies in dem Buch "Hattinger Sagen" schon darauf hin.

Hattinger Sagen – ein für die Förderung des Stadttourismus noch unentdeckter Schatz!


  • Wir suchen einen Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin für die Aquirierung von Fördermitteln für dieses Projekt.
  • Wir danken unseren Besuchern für über 950.000 Aufrufe unserer Seiten!
  • Eckbert Aust, Leiter des GWS, verfasste im September 2014 einen Bericht zu der Sage aus Bochum: ``Der Geist in der Straßenlaterne´´, nachdem er das Phänomen eingehend vor Ort untersucht hat. Sie können diesen Bericht auf unserer Homepage unter dem genannten Titel lesen.
  • Sieben Sagen, Eine Ruhrsinfonie, Wolfram Buchenberg, Orchester Hagen 2011, (Sieben Sagen aus dem Buch "Ruhrsagen" von Dirk Sondermann vertonte der Komponist Wolfram Buchenberg). Die CD ist direkt beim Orchester Hagen bestellbar: 02331-2073218
  • “Legenden und Sagen der Stadt Bochum, nacherzählt in russischer Sprache aus dem “Bochumer Sagenbuch” von Dirk Sondermann gibt es ab Februar 2014 bei: www.istok-bochum.de
  • Das neue Buch "Lippesagen" erschienen im Herbst 2013 im Verlag Henselowsky + Boschmann!
    Mit den "Lippesagen", denen die "Ruhrsagen" und die "Emschersagen" vorausgegangen sind, schließt Dirk Sondermann, der "Sagenpapst des Ruhrgebiets" (Westdeutsche Allgemeine Zeitung), seine Trilogie der schönsten Sagen der Region ab. In den "Lippesagen" werden zum ersten Mal die Sagen zwischen der Lippemündung in Wesel und der Quelle in Bad Lippspringe zusammengestellt und exakt verortet - bis hin zu Straße, Hausnummer und GPS-Daten. Dass jeder "seiner" Sage direkt vor Ort nachspüren und die "sagen-haften" Stätten auf sich wirken lassen kann.
  • 1000 Ruhrideen, eine Initiative der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) und des Regionalverbands Ruhr (RVR).
    Unser Beitrag:
    Sagenhafte Metropole Ruhr. Im Ruhrgebiet gibt es viele Burgen mit den dazugehörigen Sagen. Sagen sind zumeist ganz eng an bestimmte Orte gebunden: die Hexen gehören zum Brocken, der Rattenfänger nach Hameln und Siegfried nach Xanten. Für das moderne Stadtmarketing sind unverwechselbare Botschafter das Salz in der Suppe. Meist wird zwar mit der Geschichte einer Stadt geworben, nicht aber mit ihren Geschichten. Das gilt für die Kommunen des Ruhrgebietes ganz besonders, denn das Bewusstsein für die lokalen Sagen und Mythen ist hier oft nicht sehr ausgeprägt. Möglichkeiten für konkret buchbare touristische Angebote sollten angeboten werden, für Souvenirs und Merchandising-Produkte oder auch ganz allgemein für die Schärfung des touristischen Profils der Orte der Metropole Ruhr.
  • Eine Bochumer Sagengesalt aus dem Bochumer Sagenbuch von Dirk Sondermann bei den Bochumer Symphonikern:
    Räuberhauptmann Korte. Bochumer Symphoniker: Familienkonzert.
    02.11.2014, jeweils um 11:00 Uhr und um 13:00 Uhr
    Kortes kolossale Karriere: Erst war der Bochumer ein Bergmann, dann Räuberhauptmann und dann DER berühmte Robin Hood von Bochum-Stiepel. Ende des 19. Jahrhunderts herrscht in Bochum Arbeitslosigkeit und Hunger. Um die Not zu lindern, ersinnt Bergmann Korte einen genialen Plan: Er beschließt, mit einigen Kumpeln bei den Reichen in Bochum Hilfspakete zu „organisieren“ und diese an die Armen zu verteilen. So viele geheime und nicht ganz legale Bemühungen bleiben jedoch nicht unentdeckt, Neid und Wut werden geweckt… und die Polizei wird alarmiert. Ob es Räuberhauptmann Korte gelingt, dem Gesetz zu entkommen, um weiterhin den Bedürftigen helfen zu können? Ein Räuberquartett aus den Reihen der Bochumer Symphoniker und Hauptmann Andreas Helgi Schmid werden es verraten! Für dieses Konzert werden Schülerinnen und Schüler einer 4. Jahrgangsstufe mit den Künstlerinnen Agnes Motz und Murat Karaca das Bühnenbild gestalten.
    Mit: Esiona Stefani und Jiwon Kim, Violinen
    Aliaksandr Senazhenski, Viola
    Philipp Willerding-Bach, Violoncello
    Andreas Helgi Schmid, Sprecher
    Stephanie Riemenschneider, Libretto & Regie.
    In Kooperation mit der Carolinenschule, dem Kunstmuseum Bochum und der agenturegida.

Sagenhaftes Ruhrgebiet – Mythos Ruhr begreifen

»Vor mehr als 600 Jahren wohnte auf Burg Hardenstein der Zwergenkönig Goldemar. Bei Tisch saß er stets zur Rechten des Ritters Neveling von Hardenberg; man hörte den Zwergenkönig schlürfen und schmatzen, aber er selbst blieb den Augen verborgen, er war nämlich unsichtbar…«

So beginnt die Sage vom Zwergenkönig Goldemar, eine bekannte Ruhrgebiets-Sage, die schon die Gebrüder Grimm fasziniert hat. Burg Hardenstein, ein sehr, sehr romantisch gelegener Adelssitz Westfalens, liegt in Witten-Herbede. Burg Hardenstein gehört zur »Burgenstraße an der Ruhr«. Diese uralten Gemäuer sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ausdrucksstarke Zeugen mittelalterlicher Geschichte und den damit verwobenen Sagen der Region. Damit sind sie Nischen des Irrationalen, des Volkstümlichen und des Atmosphärischen, was jenseits bloßer historischer Daten und Fakten verborgen liegt. Am Grenzpfad zwischen Wahrheit und Fantasie, Historie und idealisierter Projektion wird Geschichte sinnlich fühlbar gemacht.

Ungefähr 500 Sagen stehen als Texte im Internet zur Verfügung. Geocaching-Touren und Videodateien sind in Arbeit. Die bedeutendsten sagenumwobenen Stätten der Metropole Ruhr werden durch genaue Ortsangaben mittels Google Earth und Google Maps auffindbar gemacht. Tipps für Wanderrouten und Radtouren auf den Spuren geheimnisvoller Sagen sowie Audiodateien wurden ebenfalls ins Netz gestellt. Die Sagen können per Suchfunktion, Karte oder Register aufgerufen werden und gliedern sich nach folgenden Themenschwerpunkten:

Einige der älteren und jüngeren Erzählforscher stellen wir Ihnen im Autorenverzeichnis vor.

Wanderungen und Radtouren

Wir empfehlen Ihnen gerne auch folgende sagenhafte Wanderungen:

sowie folgende sagenhafte Radtouren:

So erfahren Sie, welche sagenhaften Orte sich ganz in Ihrer Nähe befinden. Geben Sie einfach einen Ort oder eine Adresse ein:

Geocaching

Eine kostenlose und unverbindliche Anmeldung bei geocaching.com ist zur Nutzung dieser Funktion erforderlich.

Multimedia

Veranstaltungshinweise

Erzählerinnen und Erzähler freuen sich darauf, die interessantesten Sagen der Region hör- und erlebbar zu machen. Erfahren Sie mehr...

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