Das versunkene Schloß

Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet

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Im Erlbruch zu Recklinghausen, wo heute das neue Rathaus steht, lebte vor Zeiten auf ihrem Schloße eine Gräfin, ein böses Weib, das sich nicht um die Heiligung des Sonntags kümmerte. Wieder hatte sie einmal einen Knecht statt in die Kirche mit dem Wagen ins Bruch geschickt, um Brennholz zu holen. Als der Knecht am Abend heimkehrte, fand er vom Schloß keine Spur mehr. Dort, wo es gestanden, dehnte sich ein morastiger Sumpf, in den es versunken war, - das Erlbruch.

Anmerkung

Das Rathaus steht am Erlbruch. Nach Dorider hat dort kein Schloss gestanden.

»Im stattlichen Recklinghausen ringen neue Bauten mit den alten um den Preis der Schönheit. »

(Fritz Mielert, 1922)

Literaturnachweis

  • Dorider, Adolf, Geschichte der Stadt Recklinghausen, Recklinghausen 1955, 398f.




Weitere Sagen aus Recklinghausen.


Emschersagen small.jpg

Dieser Text wurde folgendem Buch von Dirk Sondermann entnommen:

Emschersagen. Von der Mündung bis zur Quelle.
Bottrop: Henselowsky Boschmann Verlag, 2006
ISBN 3-922750-66-4.




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