Der olle Thepas geht um
Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet
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| − | »Vermisst wird seit Sonntag, den 20.Januar nachmittags 1/25 Uhr der 67 Jahre alte Berginvalide Gustav Thepas von Ober-Sprockhövel. Selbiger ist am genannten Tage von seiner Behausung fortgegangen und zuletzt noch auf Bossel gesehen worden. Er trägt schwarzen Anzug, schwarze Wintermütze und Halstuch. Die Angehörigen bitten einem Jeden, wer auch nur die kleinsten Angaben über den Verbleib des ??? machen kann, selbige doch umgehend an die Geschäftsstelle dieser Zeitung oder der Familie Thepas gelangen zu lassen.« (Sprockhöveler Zeitung vom 29.01.1901) | + | »Vermisst wird seit Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 1/25 Uhr, der 67 Jahre alte Berginvalide Gustav Thepas von Ober-Sprockhövel. Selbiger ist am genannten Tage von seiner Behausung fortgegangen und zuletzt noch auf Bossel gesehen worden. Er trägt schwarzen Anzug, schwarze Wintermütze und Halstuch. Die Angehörigen bitten einem Jeden, wer auch nur die kleinsten Angaben über den Verbleib des ??? machen kann, selbige doch umgehend an die Geschäftsstelle dieser Zeitung oder der Familie Thepas gelangen zu lassen.« (Sprockhöveler Zeitung vom 29.01.1901) |
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Aktuelle Version vom 22. Januar 2011, 19:45 Uhr
Wenn es in der Zeit, als in Sprockhövel der Bergbau noch umging, in den Stollen knirschte, knarrte und krachte, weil das Gebirge arbeitete, dann sagten die Bergleute: »Dä olle Thepas iss inne Schmitte« oder »Dat iss dä olle Thepas«.
[Bearbeiten] Anmerkungen
Hinter diesem Ausspruch verbirgt sich das Schicksal des Berginvaliden Gustav Thepas, der, 67-jährig, 1901 spurlos verschwand. (siehe Bericht »Vermisst« der Sprockhöveler Zeitung vom 29.01.1901) Man nahm damals an, dass Thepas in den tonnlägigen Stollen einer der zahlreichen, inzwischen stillgelegten Kleinzechen eingedrungen und aus unerfindlichen Gründen nicht wieder ans Tageslicht zurückgekehrt sei. Bezeichnenderweise legte man später seinem Sohn den Spitznamen »Berggeist« zu.
»Vermisst wird seit Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 1/25 Uhr, der 67 Jahre alte Berginvalide Gustav Thepas von Ober-Sprockhövel. Selbiger ist am genannten Tage von seiner Behausung fortgegangen und zuletzt noch auf Bossel gesehen worden. Er trägt schwarzen Anzug, schwarze Wintermütze und Halstuch. Die Angehörigen bitten einem Jeden, wer auch nur die kleinsten Angaben über den Verbleib des ??? machen kann, selbige doch umgehend an die Geschäftsstelle dieser Zeitung oder der Familie Thepas gelangen zu lassen.« (Sprockhöveler Zeitung vom 29.01.1901) Alt-Bossel ist eine Straße in Ober-Sprockhövel. Bossel bezeichnet auch eine Siedlung ebenda an der Straße Im Brahm.
Alt-Bossel, Sprockhövel (WGS 84: 51.346731° 7.246127°)
[Bearbeiten] Literaturhinweis
- Schriftlicher Hinweis von Ludger HaverKamp vom 7.1.1993; Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Sprockhövel e.V.
Hier finden Sie: Alt-Bossel, Sprockhövel (51.346731° Breite, 7.246127° Länge)
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