Durch den Teufel bekehrt
Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet
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Version vom 7. April 2010, 22:41 Uhr
Eine lebenslustige Magd, die auf dem Buschmannshofe diente und weithin als »et Greet« bekannt war, sah einst früh morgens in der Scheune eine grausige schwarzer Gestalt mit mächtigen Hörnern, der große Feuerflammen aus dem Rachen schlugen. Mit dem gellendem Schrei« Der Teufel, der Teufel!« stürzte sie in die Wohnstube und saß dort drei Tage stumm am Fenster, mit stieren Augen auf einem nahen Heuschober blickend. Am dritten Tage aber gewahrte sie eine weiße Gestalt, die um dem Schober schwebte; da schwand ihre Angst und sie ward fortan gesetzt und fromm, dass es im ganzen Kirchspiel hieß, sie habe den Herrn gefunden.
Literaturnachweis
- RS, 23 (Bahlmann, 195 nach K. Dirksen, Volkstümliches aus Meiderich, Bonn 1895, 46f.) , 23-25 (Bahlmann,196-198 nach Germania, Jg. 11, Wien 1866, 11 nach einer niederdeutschen Handschrift von 1446 in der Staatsbibliothek Berlin, Ms. germ. 404, 40 Btl. 4°, abgedruckt von W. Seelmann, 40-67)
, 25 (Otto Schell, Neue Bergische Sagen, Elberfeld,1905, S. 6 (mündlich)
Weitere Sagen aus Duisburg.
Dieser Text wurde folgendem Buch von Dirk Sondermann entnommen:
Bottrop: Henselowsky Boschmann Verlag, 2006
ISBN 3-922750-66-4.
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