Der Kaninekenberg bei Drüpt

Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet

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In der kleinen Ortschaft Drüpt bei Alpen lag bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ein Sand- und Kieshaufen von drei Meter Höhe. Auf dem kleinen Hügel grünte ein Eichbaum, der in der Feldmark weithin sichtbar war. Zahlreiche wilde Kaninchen hatten sich die sandige und trockene Erhebung zur Wohnung ausersehen und in ihr, Erdbaue angelegt. Deshalb hieß der Hügel auch der Kaninchenberg. Als in der Nähe dieser winzigen Erhebung eine Scheune neu gebaut wurde, verwandte man den Sand des Hügels zur Bereitung von Mörtel. Jetzt ist vom Kaninchenhügel keine Spur mehr vorhanden. In der Ortssage aber lebt er weiter fort.
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In alten Zeiten kam einmal ein Riesenfräulein von der Riesenburg bei Wallach am Rhein zum Hexenbauer auf dem Hexenberge bei Drüpt, um von ihm Fische aus dem Drüpter Meere zu holen. Der Bauer aber war geizig und schickte das Fräulein nach Hause mit der Antwort: »Im Drüpter Meere gibt es keine Fische.« Da aber entgegnete das Riesenfräulein erbost: »Habt ihr keine Fische im Wasser, dann braucht ihr auch kein Meer.« Es eilte nun nach Wallach zurück und füllte die Schürze am Rheinstrand mit Sand, um mit ihm das Drüpter Meer zuzuschütten. Unterwegs aber rissen dem Fräulein bei einer hastigen Bewegung die Schürzenbänder. Da lag nun der Sand auf dem Boden und bildete einen kleinen Hügel, den die Leute später den Kaninchenberg nannten.
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In der kleinen Ortschaft Drüpt bei Alpen lag bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ein Sand- und Kieshaufen von drei Metern Höhe. Auf dem kleinen Hügel grünte ein Eichbaum, der in der Feldmark weithin sichtbar war. Zahlreiche wilde Kaninchen hatten sich die sandige und trockene Erhebung zur Wohnung ausersehen und in ihr Erdbaue angelegt. Deshalb hieß der Hügel auch der Kaninchenberg. Als in der Nähe dieser winzigen Erhebung eine Scheune neu gebaut wurde, verwandte man den Sand des Hügels zur Bereitung von Mörtel. Jetzt ist vom Kaninchenhügel keine Spur mehr vorhanden. In der Ortssage aber lebt er weiter fort.
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In alten Zeiten kam einmal ein Riesenfräulein von der Riesenburg bei Wallach am Rhein zum Hexenbauer auf dem Hexenberge bei Drüpt, um von ihm Fische aus dem Drüpter Meere zu holen. Der Bauer aber war geizig und schickte das Fräulein nach Hause mit der Antwort: »Im Drüpter Meer gibt es keine Fische.« Da aber entgegnete das Riesenfräulein erbost: »Habt ihr keine Fische im Wasser, dann braucht ihr auch kein Meer.« Es eilte nun nach Wallach zurück und füllte die Schürze am Rheinstrand mit Sand, um mit ihm das Drüpter Meer zuzuschütten. Unterwegs aber rissen dem Fräulein bei einer hastigen Bewegung die Schürzenbänder. Da lag nun der Sand auf dem Boden und bildete einen kleinen Hügel, den die Leute später den Kaninchenberg nannten.
  
 
== Anmerkungen ==
 
== Anmerkungen ==
  
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Zur Riesenburg bei Wallach und zum Karnickelsberg haben wir keine Informationen finden können.
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Drüpt ist ein Ortsteil von Alpen. Das Drüpter Meer, heute ein fast verlandeter Tümpel, liegt am ''Helmtweg'' ca. 200m von der Kreuzung ''Römerstr.'' entfernt, rechter Hand (westlich), hinter Bäumen fast verborgen.
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Wallach ist ein Ortsteil von Alpens Nachbargemeinde Rheinberg.
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Zur Riesenburg bei Wallach und zum Kaninekenberg haben wir keine Informationen finden können (Hinweis erbeten!).
  
 
== Literaturnachweis ==
 
== Literaturnachweis ==
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* Hugo Otto, Sagen vom Niederrhein, Moers 1931, S. 64
 
* Hugo Otto, Sagen vom Niederrhein, Moers 1931, S. 64
  
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Aktuelle Version vom 13. Januar 2011, 23:40 Uhr

Wildkaninchen

In der kleinen Ortschaft Drüpt bei Alpen lag bis gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ein Sand- und Kieshaufen von drei Metern Höhe. Auf dem kleinen Hügel grünte ein Eichbaum, der in der Feldmark weithin sichtbar war. Zahlreiche wilde Kaninchen hatten sich die sandige und trockene Erhebung zur Wohnung ausersehen und in ihr Erdbaue angelegt. Deshalb hieß der Hügel auch der Kaninchenberg. Als in der Nähe dieser winzigen Erhebung eine Scheune neu gebaut wurde, verwandte man den Sand des Hügels zur Bereitung von Mörtel. Jetzt ist vom Kaninchenhügel keine Spur mehr vorhanden. In der Ortssage aber lebt er weiter fort. In alten Zeiten kam einmal ein Riesenfräulein von der Riesenburg bei Wallach am Rhein zum Hexenbauer auf dem Hexenberge bei Drüpt, um von ihm Fische aus dem Drüpter Meere zu holen. Der Bauer aber war geizig und schickte das Fräulein nach Hause mit der Antwort: »Im Drüpter Meer gibt es keine Fische.« Da aber entgegnete das Riesenfräulein erbost: »Habt ihr keine Fische im Wasser, dann braucht ihr auch kein Meer.« Es eilte nun nach Wallach zurück und füllte die Schürze am Rheinstrand mit Sand, um mit ihm das Drüpter Meer zuzuschütten. Unterwegs aber rissen dem Fräulein bei einer hastigen Bewegung die Schürzenbänder. Da lag nun der Sand auf dem Boden und bildete einen kleinen Hügel, den die Leute später den Kaninchenberg nannten.

[Bearbeiten] Anmerkungen

Drüpt ist ein Ortsteil von Alpen. Das Drüpter Meer, heute ein fast verlandeter Tümpel, liegt am Helmtweg ca. 200m von der Kreuzung Römerstr. entfernt, rechter Hand (westlich), hinter Bäumen fast verborgen. Wallach ist ein Ortsteil von Alpens Nachbargemeinde Rheinberg. Zur Riesenburg bei Wallach und zum Kaninekenberg haben wir keine Informationen finden können (Hinweis erbeten!).

[Bearbeiten] Literaturnachweis

  • Hugo Otto, Sagen vom Niederrhein, Moers 1931, S. 64


Hier finden Sie: Drüpt (51.586354° Breite, 6.537854° Länge)

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Diese Sage ist in den bisher erschienen Werken von Dirk Sondermann nicht enthalten. Von ihm erschienen die Bücher Ruhrsagen, Emschersagen, Bochumer Sagenbuch, Wattenscheider Sagenbuch und Hattinger Sagenbuch. Weitere Publikationen sind in Vorbereitung. Bitte beachten Sie auch unsere Veranstaltungshinweise.


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