Die belauschte Hexe

Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet

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Einmal ist in Witten ein Knecht gewesen, von dessen Frau die Leute sagten, sie sei eine Hexe. Als das dem Manne zu Ohren kam, wollte er feststellen, was an dem Gerede Wahres sei, und sagte, er müsse nach Soest und würde wohl erst in acht Tagen wiederkommen. Er ging aber nur nach Annen (Kr. Hörde) und kehrte schon am selben Abend nach Witten zurück. Dort schlich er vorsichtig nach seinem Hause und spähte durch die Ritzen des Fensterladens in die Stube. Da sah er, wie seine Frau die Fransen eines über den Tisch gebreiteten Tuches melkte als wären sie das Euter einer Kuh, und hörte, daß sie dabei hin und wieder den Namen eines Nachbarn nannte. Nun wußte er, daß seine Frau wirklich eine Hexe war, und übergab sie gleich am nächsten Morgen dem Richter zur verdienten Strafe.   
 
Einmal ist in Witten ein Knecht gewesen, von dessen Frau die Leute sagten, sie sei eine Hexe. Als das dem Manne zu Ohren kam, wollte er feststellen, was an dem Gerede Wahres sei, und sagte, er müsse nach Soest und würde wohl erst in acht Tagen wiederkommen. Er ging aber nur nach Annen (Kr. Hörde) und kehrte schon am selben Abend nach Witten zurück. Dort schlich er vorsichtig nach seinem Hause und spähte durch die Ritzen des Fensterladens in die Stube. Da sah er, wie seine Frau die Fransen eines über den Tisch gebreiteten Tuches melkte als wären sie das Euter einer Kuh, und hörte, daß sie dabei hin und wieder den Namen eines Nachbarn nannte. Nun wußte er, daß seine Frau wirklich eine Hexe war, und übergab sie gleich am nächsten Morgen dem Richter zur verdienten Strafe.   
  
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Aktuelle Version vom 20. Dezember 2010, 19:35 Uhr

Salvator Rosa - Die Hexe

Einmal ist in Witten ein Knecht gewesen, von dessen Frau die Leute sagten, sie sei eine Hexe. Als das dem Manne zu Ohren kam, wollte er feststellen, was an dem Gerede Wahres sei, und sagte, er müsse nach Soest und würde wohl erst in acht Tagen wiederkommen. Er ging aber nur nach Annen (Kr. Hörde) und kehrte schon am selben Abend nach Witten zurück. Dort schlich er vorsichtig nach seinem Hause und spähte durch die Ritzen des Fensterladens in die Stube. Da sah er, wie seine Frau die Fransen eines über den Tisch gebreiteten Tuches melkte als wären sie das Euter einer Kuh, und hörte, daß sie dabei hin und wieder den Namen eines Nachbarn nannte. Nun wußte er, daß seine Frau wirklich eine Hexe war, und übergab sie gleich am nächsten Morgen dem Richter zur verdienten Strafe.

[Bearbeiten] Literaturnachweis

  • Bahlmann,1922, 88 (mündlich aus Witten)




Weitere Sagen aus Witten.

Ruhrsagen small.jpg

Dieser Text wurde folgendem Buch von Dirk Sondermann entnommen:

Ruhrsagen. Von Ruhrort bis Ruhrkopf.
Bottrop: Henselowsky Boschmann Verlag, 2005
ISBN 3-922750-60-5.





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