Der Hünenstein (Gedicht)

Aus Sagenhaftes Ruhrgebiet

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[[Datei:Gedenktafel Heinrich Kaempchen.jpg|thumb|400px|Gedenktafel für Kämpchen an seinem Haus in Bochum-Linden]]
  
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Vom Mechtenberg der Hüne  
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Von Kämpchen stammt folgendes Gedicht. Strophen 1-2:
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Schloss einen Freundschaftsbund  
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Mit dem vom Tippelsberge  
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:Vom Mechtenberg der Hüne  
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Die Sage gibt es kund.  
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:Schloss einen Freundschaftsbund  
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Gemeinsam hielten beide  
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:Mit dem vom Tippelsberge  
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Gelag' und Kumpanei,  
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:Die Sage gibt es kund.  
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Doch auch zur Arbeit kamen  
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Gemeinsam sie herbei. -
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Sie buken und sie brauten  
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:Doch auch zur Arbeit kamen  
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Befreundet Brot und Bier,  
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Der eine bei dem andern,  
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Abwechselnd dort und hier.  
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Und mussten neu sie backen,  
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Derweil der Vorrat bar,  
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So wurde Bäckermeister,  
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Die nächsten 13 (!) Strophen beschreiben mit dichterischer Freiheit die Entwicklung hin zum Streit. Um den Umfang dieses Beitrages nicht zu sprengen, schließen wir nur die letzten drei Strophen an.
 
Die nächsten 13 (!) Strophen beschreiben mit dichterischer Freiheit die Entwicklung hin zum Streit. Um den Umfang dieses Beitrages nicht zu sprengen, schließen wir nur die letzten drei Strophen an.
  
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Schon nah' dem Tippelsberge,  
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:Schon nah' dem Tippelsberge,  
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Hemmt plötzlich er den Lauf,  
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Ein Felsblock liegt am Wege,  
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Er hebt ihn grimmig auf  
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Und dann mit starkem Schwunge,  
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Fort schleudert er in Lüften  
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Den ungeheuren Stein.
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War' nicht sein Fuß gestrauchelt,  
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Indem der Wurf geschah,  
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Dann weh' dem Mechtenberger!  
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Das Unheil war' ihm nah'. -
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Es hätte ihn zerschmettert  
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Das riesige Geschoss,  
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So aber schlug es nieder  
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Auch liegt am Wegesrain  
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Ein Ausflug zum Tippelsberg im Bochumer Norden führt uns sicherlich auch zum angrenzenden, oft nebelverhangenen Wald des Zillertals. Das Zillertal an der {{straße|Stembergstraße}}  gehört neben der Gegend um die alte Dorfkirche in Stiepel zu den schönsten Landstrichen Bochums. Im Zillertal hat sich ein pflanzlicher Nachkomme der Steinkohlen- oder Karbonzeit erhalten nämlich der Riesenschachtelhalm (Equisetum Maximum). Dieser wird bis zu 2 m hoch, dennoch ist er nur ein kleiner Nachfahre seiner einst 30 m hohen Ahnen.
 
Ein Ausflug zum Tippelsberg im Bochumer Norden führt uns sicherlich auch zum angrenzenden, oft nebelverhangenen Wald des Zillertals. Das Zillertal an der {{straße|Stembergstraße}}  gehört neben der Gegend um die alte Dorfkirche in Stiepel zu den schönsten Landstrichen Bochums. Im Zillertal hat sich ein pflanzlicher Nachkomme der Steinkohlen- oder Karbonzeit erhalten nämlich der Riesenschachtelhalm (Equisetum Maximum). Dieser wird bis zu 2 m hoch, dennoch ist er nur ein kleiner Nachfahre seiner einst 30 m hohen Ahnen.
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Jedenfalls befand sich der Riese vom Tippelsberg in netter Gesellschaft mit den pflanzlichen Riesen vom angrenzenden Zillertal.  
 
Jedenfalls befand sich der Riese vom Tippelsberg in netter Gesellschaft mit den pflanzlichen Riesen vom angrenzenden Zillertal.  
  
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Aktuelle Version vom 22. November 2010, 15:40 Uhr

Gedenktafel für Kämpchen an seinem Haus in Bochum-Linden

Von Kämpchen stammt folgendes Gedicht. Strophen 1-2:

Vom Mechtenberg der Hüne
Schloss einen Freundschaftsbund
Mit dem vom Tippelsberge
Die Sage gibt es kund.
Gemeinsam hielten beide
Gelag' und Kumpanei,
Doch auch zur Arbeit kamen
Gemeinsam sie herbei.
Sie buken und sie brauten
Befreundet Brot und Bier,
Der eine bei dem andern,
Abwechselnd dort und hier.
Und mussten neu sie backen,
Derweil der Vorrat bar,
So wurde Bäckermeister,
An dem die Reihe war.

Die nächsten 13 (!) Strophen beschreiben mit dichterischer Freiheit die Entwicklung hin zum Streit. Um den Umfang dieses Beitrages nicht zu sprengen, schließen wir nur die letzten drei Strophen an.

Schon nah' dem Tippelsberge,
Hemmt plötzlich er den Lauf,
Ein Felsblock liegt am Wege,
Er hebt ihn grimmig auf
Und dann mit starkem Schwunge,
Dem Hünen kracht's Gebein,
Fort schleudert er in Lüften
Den ungeheuren Stein.
War' nicht sein Fuß gestrauchelt,
Indem der Wurf geschah,
Dann weh' dem Mechtenberger!
Das Unheil war' ihm nah'.
Es hätte ihn zerschmettert
Das riesige Geschoss,
So aber schlug es nieder
Noch hart vor seinem Schloss.
Das kündet uns die Sage
Auch liegt am Wegesrain
Zu Ueckendorf noch heute
Der große Hünenstein.

Ein Ausflug zum Tippelsberg im Bochumer Norden führt uns sicherlich auch zum angrenzenden, oft nebelverhangenen Wald des Zillertals. Das Zillertal an der Stembergstraße gehört neben der Gegend um die alte Dorfkirche in Stiepel zu den schönsten Landstrichen Bochums. Im Zillertal hat sich ein pflanzlicher Nachkomme der Steinkohlen- oder Karbonzeit erhalten nämlich der Riesenschachtelhalm (Equisetum Maximum). Dieser wird bis zu 2 m hoch, dennoch ist er nur ein kleiner Nachfahre seiner einst 30 m hohen Ahnen.

Jedenfalls befand sich der Riese vom Tippelsberg in netter Gesellschaft mit den pflanzlichen Riesen vom angrenzenden Zillertal.

Noch ist unser bunter Reigen von Bochumer Riesensagen nicht abgeschlossen!

Tippelsberg (WGS 84: 51.505333° 7.22705°) Mechtenberg (WGS 84: 51.479833° 7.08875°)

[Bearbeiten] Literaturnachweis

  • Kämpchen, 1909, 29-33


Hier finden Sie: Tippelsberg (51.505333° Breite, 7.22705° Länge)

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Bochumer Sagenbuch small.jpg

Dieser Text wurde folgendem Buch von Dirk Sondermann entnommen:

Bochumer Sagenbuch.
Verlag Pomp, 2004
ISBN 978-3893550678.




Der Text ist urheberrechtlich geschützt. Nähere Informationen: siehe Impressum.

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